Wir gehen in die Advents-und Weihnachtszeit

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht geht es Ihnen genauso und vor Ihnen öffnet sich eine Zeit der Sehnsucht nach Freude, Vertrautheit in der Familie, nach erfüllenden Wünschen, Kerzenschein und wohliger Atmosphäre. Wir gehen in die Advents-und Weihnachtszeit. Zeit für Gefühle, für Besinnung für Achtsamkeit und Gemeinschaft.

Eigene Gefühle zu erkennen und zu benennen war und ist ein Angebot, dass wir hier im Kindergarten den Kindern in den letzten Zeiten bereiteten. Da stellten wir den Kindern im Morgenkreis Fragen wie: „Wie fühlt sich Freude im Körper an? Wie fühlt es sich an, wenn du jemanden gern hast? Wie fühlen sich Angst und Wut im Körper an?“ Die Antwortend der Kinder waren erstaunlich! Zum Beispiel bei der Freude: „ Mein Herz klopft schneller. Ich bin aufgeregt. Es ist schön.“ Wenn Kinder jemanden mögen: „ Er/sie ist dann mein Freund. Ich möchte meinen Freund/meine Freundin zu mir einladen. Mein Herz klopft schnell.“ Angst und Wut fühlen Kinder: „ Mir geht es schrecklich. Ich renne weg. Meine Beine zittern. Ich kann nicht sprechen; es kommt nichts aus meinem Mund. In meinem Bauch blitzt es, danach geht es mir besser. Wenn ich Wut habe bin ich traurig. Mein Herz klopft dann ganz schnell.“

Was und wie fühlen Sie? Lassen Sie sich Zeit zur Erkenntnis und bleiben Sie gespannt.

 

Ein neues Gemeinschaftserlebnis hielt Einzug in unserem Kindergarten. Nachfolgend ein Bericht.

Am 18. und 19. Oktober 2014, fand unsere erste Familienfreizeit statt. Der Förderverein des Kindergartens organisierte diese kleine Reise an den Frauensee.

Treffpunkt 12.00 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen.

Ich kam auf dem Gelände an und sah schon die ersten Eltern emsig die Autos entladen. Die Kinder spielten fröhlich auf dem Spielplatz neben unserer Unterkunft und einige Eltern standen zusammen und unterhielten sich. Was für ein friedliches Bild.

Als alle Teilnehmer anwesend waren, gingen wir in den großen Speisesaal. Es gab Bratwurst mit Kartoffelbrei und Sauerkraut, wie am Mittwoch in der Kita. Die jüngeren Kinder aus der Regenbogengruppe der Kita schoben die kleinen Stühle durch den Saal, als wenn sie sich zum alltäglichen Morgenkreis begeben wollten. Die Erwachsenen amüsierten sich. Nach dem Essen besprachen wir den weiteren Ablauf. Die Kinder kauften sich Eis aus dem Automaten. Naja, es gab ja gerade erst Mittag.

Auf dem Gelände des Ferienheimes gibt es einen kleinen Park mit Tieren, die man so auch auf einem Bauernhof finden könnte. Die Kinder durften in die Gehege und die Tiere streicheln. Anschließend wanderten wir zum Frauensee, es war ja schöner Sonnenschein. Wir saßen auf dem Steg und am Strand. Die Kinder buddelten am und im Wasser und bauten schöne Burgen mit Gräben. Auf einmal spritze es und zwei Kinder rannten in das Wasser. Einige andere zogen sich die Schuhe aus und platschten mit ihren kleinen Füßchen auch hinein. Es war ein Miteinander, welches mir ein Lächeln entlockte. Ich wollte diese harmonische Atmosphäre festhalten und fotografierte. Es wurde gelacht, gesprochen und entspannt. So ging es den ganzen Nachmittag, ob beim gemeinsamen Vesper auf unserem Grillplatz oder dann zum Abendessen. Jeder hatte etwas Kulinarisches beigesteuert und wir bereiteten es alle gemeinsam zu, um dann gemütlich beisammen zu sitzen und zu genießen. Zwei Mamas spielten gemeinsam mit den Kindern Kreisspiele.

Am Abend während des Grillens, gingen zwei Väter durch den angrenzenden Wald und steckten mit Knicklichtern einen Weg für die anschließende Nachtwanderung ab. Toll dachte ich, dass wird ja lustig mit den Kleinen. Als es dunkel war spazierten wir los. Was für ein Spaß und die Kinder durften die Knicklichter einsammeln und bauten sich daraus Armbänder oder „Halsreifen“. Wir wanderten zu unserem Grillplatz zurück und die Kinder konnten Stockbrot und Marshmellows über das Feuer halten. Aber das Spannendste am Abend waren wohl die zwei Füchse, die sich so nah an uns heran trauten, dass sie sogar zu später Stunde auf das kühle Ende des großen Grills sprangen und zu uns schauten. Die Kinder sahen sogar noch einen kleinen Igel in unserer Nähe. Alles wollten sie genau beobachten. Nach und nach gingen die Kinder schlafen, die letzten Erwachsenen gingen am frühen Morgen in die Zimmer.

Am Sonntagmorgen freuten sich alle auf das gemeinsame Frühstück. Dann wurden die Zimmer geräumt und die Kinder konnten noch einmal gemeinsam auf dem anliegenden Spielplatz toben.

Die Eltern einigten sich, solch eine Reise auf jeden Fall zu wiederholen. Aber an einen anderen Ort.

Was für ein vollkommenes harmonisches Wochenende.  Aufgeschrieben von Tina Tourbier, Erzieherin im Kindergarten.

 

Ein letztes Wort:

Ein 4 jähriges Kind spricht über das Werden eines Kindes: „ Ich kriege einen Bruder. Der ist noch im Himmel. Dort holen ihn Mama und Papa ab und Papa tut ihn dann in den Bauch von der Mama. Dort wächst er und dann kommt er `rausgesprungen.“

Wir feiern Weihnacht und gedenken der Geburt eines Kindes. Sollten wir auf kindliches Denken dann verzichten? Es ist ein Geschenk.

Ihnen allen wünschen wir aus dem Kindergarten eine wertvolle und gesegnete Zeit und danken aus vollem Herzen für das Geschenk der Gemeinschaft, der vielseitigen Unterstützung und des Auseinander-und wieder Zusammensetzens.

Bis zum nächsten Mal, bleiben Sie gesund und gegrüßt. Ihre Christiane Vogel

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