Exkurs in die Welt der Pädagogik

Heute möchte ich Sie auf einen kleinen Exkurs in die Welt der Pädagogik mitnehmen.
Hörten Sie das Wort „Partizipation“ schon? Dies bedeutet für die Arbeit und Planung im Kindergarten Möglichkeiten der Mitbestimmung und Einflussnahme der Kinder auf die Gestaltung ihres Alltages. Es ist ein Prozess, zu dem den Kindern eine Rahmenstruktur, eine Zeit und die Gelegenheit gegeben wird, ihre Meinungen, Einschätzungen in verschiedenen Formen zu äußern und in unterschiedlichen Zusammenzuhängen kundzutun und eine demokratische Teilhabe an Alltagsprozessen zu praktizieren. Hierbei benötigen die Erziehrinnen Kompetenzen in der Gesprächsführung, z.B. offene Fragen zu stellen wie, „Was fällt euch zu X ein?“ „Was sollen wir jetzt genau tun?“ und keine „Warum-Fragen“, die die Kinder in diesem Alter weniger beantworten können. Die Methode der Visualisierung, der bildlichen Darstellung, der Bildersprache von Themen, Prozessen und Ergebnissen spielt bei der Kommunikation mit Kindern und zur Darstellung von Entscheidungsprozessen eine wichtige Rolle. Hierbei kommen z.B. farbige Klebepunkte zum Einsatz, die die Kinder zur Beantwortung von Fragen, oder zur Darstellung von ihnen Wichtigem als Unterstützung ihres Ausdruckes verwenden können.
In unserem Kindergarten bieten wir Partizipation/Mitbestimmungen der Kinder an. Hier ein beispielhafter Einblick: Gemeinsames Aufstellen von Regeln z.B. für den Gebrauch von Spielmaterialien und zum Umgang miteinander in Konfliktsituationen, hören auf die Bedürfnisse der Kinder in Kinderkonferenzen und erarbeiten gemeinsame deren Umsetzung. Wir erfahren durch Fragenbögen, was den Kindern in ihrem Alltag gefällt, was sie stört und was sie doof finden, um dieses mit ihnen zu verändern. Wir nehmen Beschwerden der Kinder ernst und diskutieren, auch im Team, Möglichkeiten der Zufriedenheit.
Somit wollen wir dem kindlichen Denken nahe sein und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse umsetzten.
Letzte Worte:
Ein Kind nachdenklich: „Die Gehirne drehen sich beim Denken, weil ich das immer merke.“
Ein Kind zur Erzieherin: „ Weißt du, meine Füße sind kaputt.“ „ Was ist mit deinen Füßen?“ „ Meine Füße haben Nägel!“
Wir Erwachsene gewöhnten uns an so manchen Sprachgebrauch doch die Entdeckungen der Kinder regen uns immer wieder zum Nachdenken an..

Bis zum nächsten Mal, bleiben Sie gesund und gegrüßt.
Ihre Christiane Vogel

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